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„WOLS, die Atombombe und die documenta“

May 28, 2014

Vortrag in der Neuen Galerie, Do, 05.06.2014, um 18.30 Uhr
Anlässlich der aktuellen Ausstellung „WOLS. Aufbruch nach 1945“ in der Neuen Galerie spricht der documenta-Experte Dr. Harald Kimpel (Kassel) über die Beziehung von Wols (1913–1951) zur documenta. Das Werk von Wols war dreimal – 1955, 1959 und 1964 – auf den Kasseler Weltkunstausstellungen präsent. Exemplarisch lässt sich an seinem Fall aufzeigen, wie eine postume Karriere durch die documenta lanciert werden kann, wie ein Ranking installiert, ein Image konstruiert und mit Langzeitwirkung in die Kunstgeschichte eingeschleust wird. Betrachtet wird der Fall Wols unter drei Aspekten: den Präsentationsformen und Vermittlungsstrategien der frühen documenta-Ausstellungen, der Sprache der Kunstkritiker, ihres „kosmischen Jargons“ sowie der Einbettung in den gesellschaftspolitischen Zeitgeist, durch den die Gemälde von Wols in der Wirtschaftswunderzeit zur „atomaren Malerei“ werden. Schrittweise etablierte sich der Mythos Wols von seinem bescheidenen Erstauftritt in Kassel bis zur Inthronisation als musealisierter „Ahnherr“ des informellen Bildgeschehens.

Atombombe

magnum – die Zeitschrift für das moderne Leben, Heft 24, Juni 1959, S. 8/9

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