Skip to content

Sammlung

 Die Sammlung der Neuen Galerie

Zu den Schwerpunkten der Sammlung der Neuen Galerie gehört die Malerei des 19. Jahrhunderts mit bedeutenden Exponaten besonders zur Entwicklung der Landschaftsmalerei. Gemälde von Johann Martin von Rohden, von spätromantischen Malern wie Johann Wilhelm Schirmer sowie von Künstlern der Willingshäuser Malerschule sind hier vertreten. Räume zu Künstlerpersönlichkeiten der Kasseler Akademie werden ergänzt durch eindrucksvolle Exponate der Kunst der Nazarener, des Biedermeier, der Salonmalerei und des Historismus. Am Übergang zum 20. Jahrhundert sind besonders die umfangreichen Bestände der einzigen deutschen Neoimpressionisten Paul Baum und Curt Herrmann hervorzuheben, die sich früh mit den Errungenschaften des französischen Impressionismus auseinandergesetzt hatten.

Hans Makart: Tod der Kleopatra, 1875

Hans Makart: Tod der Kleopatra, 1875

Paul Baum: Holländische Landschaft mit Weiden am Wasser, 1900-1905

Paul Baum: Holländische Landschaft mit Weiden am Wasser, 1900-1905

Höhepunkte

Zu den Höhepunkten in der Neuen Galerie zählen die Werke von Lovis Corinth, besonders seine virtuose Walchenseelandschaft von 1924. Die Klassische Moderne ist mit Werken u. a. von Alexej von Jawlensky, Henri Laurens, Max Ernst und Conrad Felixmüller vertreten. Malerei und Skulptur der Nachkriegszeit, v.a. der 1950er und 1960er Jahre, Pop Art und abstrakte Malerei bis hin zur zeitgenössischen Kunst bilden weitere Schwerpunkte des Hauses. Dazu gehört neben Werken von Gerhard Richter, Sigmar Polke, Wolf Vostell oder der Quadriga auch die ungegenständliche, monochrome Malerei.

Lovis Corinth: Walchensee, Landschaft mit Kuh, 1921

Lovis Corinth: Walchensee, Landschaft mit Kuh, 1921

 

Gerhard Richter: Portrait Arnold Bode, 1964

Gerhard Richter: Portrait Arnold Bode, 1964

 

documenta-Werke und Künstler-Räume

In der zeitgenössischen Sammlung verdienen die Erwerbungen der weltweit renommierten documenta-Ausstellungen besondere Aufmerksamkeit. Dazu gehören u. a. der „Kasseler Raum – Ferne Zwecke“ (1998) von Ulrike Grossarth und die Installation „THOU-LESS“ (2002) von Doris Salcedo.

Herzstück der Neuen Galerie ist der anlässlich der Eröffnung des Hauses 1976 von Joseph Beuys persönlich eingerichtete Raum im Erdgeschoss. Die Installation umfasst „The pack (Das Rudel)“ (1969), vier Vitrinen, 29 Zeichnungen und sieben plastische Bilder. Zunächst als Leihgabe ausgestellt, konnte das Ensemble 1993 mit Unterstützung der hessischen Kulturstiftung und der Kulturstiftung der Länder angekauft werden. Außerdem gehören dazu neun Multiples, wie z.B. das bekannte Selbstportrait von 1972, dessen Titel „La rivoluzione siamo Noi“ (Die Revolution – das sind wir), Joseph Beuys „erweiterten Kunstbegriff“ prägnant umreißt: Kunst kann die Gesellschaft verändern, vorausgesetzt der Mensch weiß sein kreatives Potential zu nutzen.

Leave a Comment

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: